Stell dir vor, du möchtest dein Traumhaus bauen. Das Grundstück ist gekauft, die Pläne liegen bereit. Doch bevor der erste Stein gesetzt werden kann, muss der Boden vorbereitet werden. Viele Bauherren unterschätzen diesen Schritt: den Erdaushub und die Planierung. Ohne eine solide Grundlage drohen später Schäden, Mehrkosten und Verzögerungen. Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir hier Schritt für Schritt, worauf es ankommt.
1) Warum ist Erdaushub und Planierung so wichtig?
2) Welche Maschinen und Werkzeuge werden benötigt?
3) Welche Kostenfaktoren spielen eine Rolle? (Mit Praxisbeispiel)
4) Welche Genehmigungen und Vorschriften gelten?
5) Tipps für nachhaltige Bodenverwertung und Recycling (mit Checkliste)
6) Warum Profis beauftragen sinnvoll ist
7) Was kostet Erdaushub pro m³?
8) Wann braucht man eine Bodenanalyse?
9) Welche Genehmigungen sind nötig?
10) Wohin mit dem Aushub?
11) Welche Maschinen kommen beim Erdaushub zum Einsatz?
12) Wie lange dauern Erdarbeiten bei einem Einfamilienhaus?
13) Kann man Erdarbeiten in Eigenleistung durchführen?
Beim Hausbau gilt: Ein Bauwerk ist nur so stabil wie sein Fundament. Damit das Fundament sicher liegt, muss der Untergrund entsprechend vorbereitet werden. Durch Erdaushub werden Mutterboden, Wurzeln und instabile Erdschichten entfernt. Die anschließende Planierung gleicht Höhenunterschiede aus, sodass eine ebene, tragfähige Fläche entsteht.
Verzichtest du darauf, riskierst du Setzungsrisse, feuchte Keller oder sogar instabile Bauwerke. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch teuer werden.
Für den Erdaushub werden in der Regel Bagger eingesetzt, je nach Grundstücksgröße Minibagger oder Kettenbagger. Bei kleineren Projekten wie Gartenhäusern reicht manchmal auch Muskelkraft mit Spaten und Schubkarre aus. Die Planierung erfolgt meist mit Planierraupen, Rüttelplatten oder Walzen, die den Boden verdichten.
Praxisbeispiel:
Beim Aushub für ein Einfamilienhaus mit 120 m² Grundfläche fallen rund 300–400 m³ Erde an. Ein Containerdienst ist hier Pflicht, da sich der Boden sonst schneller stapelt, als man denkt.
Die Kosten hängen stark vom Boden ab. Weicher Sandboden ist günstiger zu bewegen als harter Lehm oder felsiger Untergrund. Auch die Bodenklasse nach DIN bestimmt den Aufwand.
Die Aushubkosten pro m³ liegen bei ca. 15–45 €.
Abtransport/Entsorgung: ca. 8–25 € pro m³.
Planierung/Verfüllung: ca. 5–15 € pro m².
Ein Bauherr in Heidelberg musste für den Aushub eines Kellers (ca. 350 m³) rund 15.000 € einplanen, inklusive Container und Verdichtung. Der Nachbar ohne Keller kam mit 5.000 € davon.
Nach Baugesetzbuch und Landesbauordnung ist ein Aushub immer anzeigepflichtig. Dies gilt vor allem, wenn große Mengen Boden bewegt oder abtransportiert werden. Manche Gemeinden verlangen eine gesonderte Genehmigung, besonders bei Hanglagen. Zudem gilt die Bodenschutzverordnung: Belasteter Boden darf nicht einfach irgendwo abgekippt werden. Er muss in eine zugelassene Deponie gebracht werden. Wenn der Boden unbelastet ist, kann er oft im Garten wiederverwendet werden.
Nicht jeder Aushub ist Abfall. Vieles lässt sich wiederverwenden, wenn man es richtig trennt.
Checkliste für eine nachhaltige Verwertung:
• Mutterboden separat abtragen und später im Garten nutzen
• Kies und Sand als Füllmaterial wiederverwenden
• Lehm und Ton eventuell für die Landschaftsgestaltung nutzen.
• Nur kontaminierten Boden entsorgen lassen.
• Einen Containerdienst wählen, der Recycling anbietet
So sparst du Geld und schonst gleichzeitig die Umwelt. Demrex achtet bei jedem Projekt darauf, Ressourcen im Kreislauf zu halten.
Klar, einen Spaten in die Hand nehmen kann jeder. Beim Bau geht es jedoch um Tonnen an Erde, schwere Maschinen und Vorschriften. Profis wie Demrex sorgen für:
• eine sichere Durchführung ohne Schäden an Nachbargrundstücken.
• fachgerechten Umgang mit Boden und Grundwasser.
• Planungssicherheit bei Kosten und Terminen.
• nachhaltige Entsorgung und Recycling.
Und nicht zu vergessen: weniger Stress für dich. Während wir baggern, kannst du schon das Richtfest planen.
Die Kosten für einen Erdaushub werden meist in Kubikmetern berechnet und können je nach Region und Projekt stark variieren. Typischerweise liegen die Preise zwischen 30 und 60 Euro pro Kubikmeter Aushub. In diesem Preis sind das Ausheben und der Abtransport des Bodens in der Regel enthalten, jedoch keine speziellen Zusatzarbeiten. Zusätzliche Faktoren beeinflussen den Preis pro m³ erheblich:
• Bodenart und Bodenklasse: Feste, lehmige oder felsige Böden erfordern mehr Aufwand (ggf. sogar Sprengen oder spezielles Gerät) als lockere Sandböden. Je schwieriger der Boden zu lösen ist, desto höher ist der Preis pro Kubikmeter.
• Menge des Aushubs: Größere Erdbewegungen können mengenbedingte Rabatte ermöglichen, verursachen aber auch höhere Gesamttransportkosten. Kleine Projekte haben oft höhere Einheitspreise.
• Entsorgungskosten: Muss der Erdaushub extern entsorgt werden, fallen Deponie- und Transportgebühren an. Im Durchschnitt kostet die Entsorgung rund 40 € pro Kubikmeter (inklusive Container und Deponiegebühr), wobei die Preise je nach Region stark schwanken können. In Ballungsgebieten mit Deponiemangel (zum Beispiel Stuttgart) können die Kosten deutlich höher ausfallen.
• Zusatzarbeiten: Notwendige Bodenverbesserungen (z. B. Stabilisierung bei weichem Untergrund) oder eine Drainage erhöhen die Kosten. Auch das Verdichten und Verfüllen der Baugrube nach Abschluss der Arbeiten wird zusätzlich kalkuliert.
Eine genaue Kostenschätzung ist nur im Einzelfall möglich. Tipp: Holen Sie mehrere Angebote von Erdbaufirmen ein. Ein transparenter Kostenvoranschlag schafft Klarheit über alle Posten (Aushub, Transport, Entsorgung etc.). So vermeiden Bauherren böse Überraschungen und können besser planen.
Eine Bodenanalyse (Bodengutachten) ist für private Bauherren in vielerlei Hinsicht sinnvoll und teils erforderlich. Grundsätzlich gilt: Es besteht zwar keine allgemeine gesetzliche Pflicht, vor dem Hausbau ein Bodengutachten durchzuführen. Experten raten jedoch dringend dazu, den Baugrund spätestens vor Baubeginn, idealerweise sogar vor dem Grundstückskauf, untersuchen zu lassen. Eine Bodenanalyse gibt Auskunft über die Tragfähigkeit, die Bodenart, den Grundwasserstand und eventuelle Altlasten. Dadurch können wichtige Entscheidungen bezüglich der Statik (Fundamentgröße, Kellerabdichtung, Drainage etc.) getroffen werden, um Setzungsschäden oder Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden. Ein Bodengutachten ist besonders bei geplanten Kellern, Hanglagen oder hohem Grundwasser praktisch unerlässlich.
Auch im Zusammenhang mit der Entsorgung von Aushub wird eine Bodenanalyse relevant. Sobald größere Mengen Boden abtransportiert und auf Deponien entsorgt werden sollen, verlangen Behörden bzw. Deponien oft eine Bodenuntersuchung. Dabei muss nachgewiesen werden, dass der Erdaushub unbelastet ist, bevor er als normaler Bodenaushub entsorgt werden darf. Diese sogenannte Deklarationsanalyse ist insbesondere bei Verdacht auf Schadstoffe vorgeschrieben, beispielsweise bei einer früheren industriellen Nutzung des Grundstücks. Faustregel: Bei jedem Bauprojekt, bei dem viel Erde bewegt wird, sollten frühzeitig Bodenproben analysiert werden – zur eigenen Sicherheit und um Entsorgungsvorschriften einzuhalten.
Auch diejenigen, die ein Grundstück verkaufen oder baureif machen wollen, profitieren von einer Bodenanalyse. Ein dokumentiert tragfähiger und unbelasteter Baugrund steigert den Wert der Fläche und beugt späteren Haftungsproblemen vor. Zusammengefasst: Eine Bodenanalyse ist immer dann erforderlich, wenn Ungewissheit über die Bodenverhältnisse besteht oder eine Pflicht zur Nachweiserbringung (z. B. bei der Entsorgung) besteht. In der Praxis empfiehlt es sich, für fast jedes Bauvorhaben ein Bodengutachten durch einen Geologen/Geotechniker erstellen zu lassen – als Investition in die Bausicherheit und zur Vermeidung teurer Überraschungen.
In den meisten Fällen sind normale Erdarbeiten bei Bauprojekten durch die bestehende Baugenehmigung abgedeckt. Wenn Sie also einen gültigen Bauantrag für Ihr Haus oder Ihren Anbau haben, ist der erforderliche Erdaushub darin meist schon genehmigt und es wird keine separate Genehmigung für die Erdarbeiten benötigt. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine zusätzliche Genehmigung notwendig sein kann:
• Große Geländeveränderungen: Wenn außerhalb eines konkreten Hausbaus erhebliche Erdbewegungen oder Geländeauffüllungen vorgenommen werden (z. B. einen Hügel abtragen oder Gelände aufschütten, um das Grundstück zu modellieren), kann je nach Bundesland eine Genehmigung nach dem Bauordnungs- oder Bodenschutzrecht erforderlich sein. Ab bestimmten Volumina oder Höhenänderungen stuft das Bauamt solche Vorhaben als genehmigungspflichtig ein.
• Außenbereich und Naturschutz: Erdarbeiten auf unbebauten Grundstücken im Außenbereich (außerhalb ausgewiesener Baugebiete) unterliegen strengen Regeln. Hier kann eine separate Baugenehmigung nötig sein, vor allem, wenn das Landschaftsbild oder der Wasserhaushalt verändert werden. In Wasserschutzgebieten gelten zusätzliche Auflagen. Selbst für geringere Aushubmengen ist dort oft eine Genehmigung oder Anzeige bei der Behörde Pflicht.
• Abfallrechtliche Erlaubnis: Wenn der Bodenaushub nicht auf dem eigenen Gelände verbleibt, sondern anderweitig abgelagert werden soll (zum Beispiel zur Auffüllung eines anderen Grundstücks), kann eine abfallrechtliche Genehmigung nötig werden. Das unkontrollierte Verkippen von Erde ist verboten und größere Erdablagerungen müssen behördlich genehmigt sein.
Typische Bauherrenfragen wie „Darf ich Erde auf meinem Grundstück zwischenlagern?” können wie folgt beantwortet werden: Eine temporäre Lagerung auf dem eigenen Baugrundstück für die spätere Wiederverwendung ist in der Regel genehmigungsfrei, solange keine Gefährdung davon ausgeht. Tipp: Im Zweifel immer vorab beim zuständigen Bauamt nachfragen. So stellen Sie sicher, dass Sie alle lokalen Vorschriften einhalten und vermeiden Baustopps oder Bußgelder. Private Bauherren fahren im Allgemeinen gut damit, die Erdarbeiten im Rahmen einer gültigen Baugenehmigung von Fachfirmen durchführen zu lassen, da dann in der Regel alle nötigen Erlaubnisse abgedeckt sind.
Diese Frage stellen sich fast alle Bauherren: Wohin mit all der überschüssigen Erde? Glücklicherweise gibt es mehrere Lösungen, einige davon sind sogar kostenneutral oder nützlich für einen selbst oder andere:
1. Wiederverwendung auf dem eigenen Grundstück: Entfernen Sie zunächst den Mutterboden (die humusreiche Oberbodenschicht) separat. Dieser wertvolle Boden eignet sich später hervorragend, um Beete, Rasen und einen Garten anzulegen. Lagern Sie den Mutterboden zwischen, möglichst an einem trockenen Ort auf Ihrem Grundstück. Nach Bauende können Sie ihn wieder verteilen. Das spart die teure Neuanschaffung von Mutterboden. Den überschüssigen Erdaushub (untere Bodenschichten wie Sand, Lehm und Ton) können Sie eventuell nutzen, um Gelände aufzufüllen oder Unebenheiten auf Ihrem Grundstück zu begradigen. Wichtig ist, dass sich keine Altlasten oder störende Beimengungen im Erdreich befinden, wenn Sie es im Garten verwenden. Lassen Sie bei Zweifel eine Bodenanalyse durchführen.
2. Sie können die Erde auch verschenken oder verkaufen. Sauberer Erdaushub ist tatsächlich begehrt, beispielsweise bei Nachbarn, Gartenbesitzern oder Landwirten in der Umgebung. Fragen Sie im Bekanntenkreis oder stellen Sie Angebote online (z. B. Kleinanzeigen unter „Erde zu verschenken“). Mutterboden in guter Qualität lässt sich oft sogar verkaufen, da er für andere Gartenprojekte sehr wertvoll ist. Klären Sie aber vorher, wie viel Sie selbst noch brauchen und geben Sie erst danach den Überschuss ab. Achten Sie darauf, wirklich nur reinen Boden ohne Bauschutt oder Wurzeln anzubieten. Oft holen Abnehmer den Boden kostenlos bei Ihnen ab, wenn sie ihn gebrauchen können. Diese Lösung ist für beide Seiten sinnvoll und spart Entsorgungskosten.
3. Entsorgung über Deponie oder Containerdienst: Was weder selbst genutzt noch verschenkt werden kann, muss fachgerecht entsorgt werden. Am einfachsten bestellen Sie dazu einen Abrollcontainer bei einem Entsorgungsdienst. Der Container wird befüllt und der Dienstleister kümmert sich um Transport und Deponierung. Bei kleineren Mengen (oft bis ~1 m³) können alternativ sogenannte Big Bags gefüllt und abgeholt werden. Die Kosten für die Entsorgung richten sich nach der Menge und der Region. Meist fallen Deponiegebühren pro Tonne an (typischerweise 10–20 €/t, regional aber sehr unterschiedlich) plus Transport-/Container-Kosten. Manche Wertstoffhöfe nehmen kleine Mengen sauberer Erde von Privatpersonen gegen eine geringe Gebühr an (vorher erkundigen). Hinweis: Erde niemals illegal irgendwo abkippen! Das ist strafbar. Zudem darf nur unbelasteter Bodenaushub wie beschrieben entsorgt oder verwertet werden. Belastetes Material (mit Schadstoffen, Müll etc.) muss auf einer Spezialdeponie entsorgt werden. Das ist sehr teuer und erfordert zwingend Analysen.
Kurzum: Zunächst sollte möglichst viel selbst verwertet werden, dann sollte das Material im Umfeld angeboten werden und zuletzt sollte eine professionelle Entsorgung erfolgen. Mit dieser Reihenfolge sparen Sie Geld und handeln nachhaltig. Planen Sie frühzeitig, wohin der Aushub soll, um Engpässe oder Kostenexplosionen zu vermeiden.
Beim Erdaushub und der Planierung werden schwere Baumaschinen eingesetzt, deren Auswahl sich nach Umfang und Platzverhältnissen richtet. Das Kernstück jeder Aushub-Baustelle ist der Bagger. Für ein Einfamilienhaus kommt in der Regel ein mittelgroßer Hydraulikbagger (Kettenbagger oder Mobilbagger) zum Einsatz. Bei engen Platzverhältnissen oder sehr kleinen Aushüben werden auch Minibagger genutzt, die durch schmale Zufahrten passen. Der Bagger übernimmt das Lösen und Ausheben des Bodens.
Um den Boden abzutransportieren oder auf dem Grundstück zu bewegen, werden Radlader und Dumper (kleine Muldenkipper) eingesetzt. Ein Radlader kann größere Erdmengen aufnehmen und auf Lkws oder in Container verladen. Auf kleineren Flächen dienen Schubkarren oder Förderbänder als Notlösung, maschinell geht es jedoch deutlich schneller.
Für den Abtransport des Erdreichs sorgen Lkws bzw. Kipper. Sie fahren den Aushub zur Zwischenlagerung oder zur Deponie. Die Koordination zwischen Bagger und Lkw muss gut abgestimmt sein, damit es zu keinen Wartezeiten kommt.
Sobald der gewünschte Aushub erledigt ist und gegebenenfalls die Baugrube erstellt wurde, kommen Planierung und Verdichtung zum Einsatz. Hierzu nutzt man Planiergeräte wie z. B. Grader oder schiebt die Erde mit dem Baggerlöffel oder einem Bulldozer glatt. Zum Verdichten der aufgefüllten oder geebneten Flächen werden Rüttelplatten (Vibrationsplatten) oder Vibrationswalzen eingesetzt. Diese Maschinen sorgen dafür, dass der Boden wieder tragfähig und stabil wird (was beispielsweise unter Fundamenten, Terrassen oder Einfahrten wichtig ist).
Bei speziellen Anforderungen können auch besondere Maschinen nötig sein, etwa ein Hydraulikhammer als Bagger-Anbaugerät, um Fels zu lösen, oder ein kleinerer Erdbohrer für Pfahlgründungen. Im Normalfall genügen jedoch Bagger, Lader, Lkw und Verdichter. Tipp: Die Vielzahl an Geräten mag für Laien beeindruckend wirken, aber eine erfahrene Erdbau-Firma wählt die passenden Maschinen je nach Projektgröße aus. Wichtig ist, dass die Zufahrt für das Gerät vorbereitet ist und ausreichend Platz zum Manövrieren vorhanden ist. Das wird oft vorab vom Unternehmen geprüft.
Die Dauer des Erdaushubs und der anschließenden Planierungsarbeiten hängt von mehreren Faktoren ab. Für ein typisches Einfamilienhaus (mit Keller) sollte man etwa eine bis zwei Wochen für die Erdarbeiten einplanen. Darin enthalten sind Vorarbeiten wie die Einrichtung der Baustelle und das Abtragen des Mutterbodens sowie der eigentliche Aushub der Baugrube und erste Verdichtungen. Hat das Haus nur eine Bodenplatte ohne Keller, geht es oft etwas schneller, da weniger Boden bewegt werden muss. Kleine Projekte (z. B. Poolaushub, Garage) schaffen Profis nicht selten in wenigen Tagen.
Folgende Faktoren beeinflussen die Bauzeit der Erdarbeiten:
• Bodenbeschaffenheit: In leichtem, gut grabbarem Boden geht es flott. Schwieriger Boden wie Fels oder stark wasserhaltiger Lehm verzögert die Arbeit erheblich. Eventuell müssen sogar Spezialgeräte eingesetzt werden, was Zeit kostet.
• Wetter: Anhaltender Regen kann die Baugrube unter Wasser setzen oder den Boden aufweichen. Dann muss gegebenenfalls gepumpt oder eine Arbeitspause eingelegt werden. Auch Frost im Winter kann die Erdarbeiten verlangsamen. Idealerweise finden Aushub und Planierung bei trockenem Wetter statt.
• Zugänglichkeit: Ist das Grundstück eng oder schwer erreichbar, benötigen Bagger und Lkw mehr Zeit pro Fuhre. Zusätzliche Rangierarbeiten oder kleinere Maschinen mit weniger Leistung verlängern die Dauer.
• Unvorhergesehenes: Oft zeigen sich erst beim Graben Überraschungen, z. B. große Findlinge, alte Fundamente oder nicht kartierte Versorgungsleitungen im Boden. Solche Funde führen zu Unterbrechungen, da beispielsweise Felsen zerkleinert oder Leitungen umverlegt werden müssen. Auch fehlende Genehmigungen oder behördliche Stopps (etwa bei Verdacht auf Bodenverunreinigungen) können die Arbeiten verzögern.
Im Optimalfall läuft alles glatt und der Erdaushub für ein Einfamilienhaus ist in wenigen Tagen erledigt. In der Praxis sind jedoch ein bis zwei Wochen einzuplanen, um Puffer für unvorhergesehene Ereignisse zu haben. Anschließend beginnen sofort die Gründungsarbeiten (Fundament/Kellerbau), damit die offene Baugrube nicht lange ungesichert bleibt. Unser Tipp: Klären Sie mit Ihrem Erdbauunternehmen einen groben Zeitplan und behalten Sie den Wetterbericht im Auge. So können Sie weitere Termine (Lieferung von Material, Beginn des Rohbaus etc.) rund um den Erdaushub sinnvoll abstimmen.
Viele Bauherren überlegen, ob sie Kosten sparen können, indem sie selbst mit anpacken. Kleinere Vorarbeiten können tatsächlich gut in Eigenleistung erledigt werden: Oberflächliche Arbeiten wie das Entfernen von Bewuchs (Sträucher, Grasnarbe) oder das Setzen des Schnürgerüsts für die Bauabsteckung lassen sich oft in Eigenregie durchführen. Auch das Umschichten eines kleinen Erdhaufens im Garten mit Schubkarre und Schaufel ist machbar, sofern die Kondition es zulässt.
Beim eigentlichen Erdaushub jedoch stößt der Laie schnell an seine Grenzen. Das Ausheben einer Baugrube erfordert schwere Geräte und deren fachgerechte Bedienung. Zwar kann man einen Minibagger mieten, doch ohne Übung ist präzises und effizientes Arbeiten schwierig. Fehler beim Aushub können gravierende Folgen haben: Ein zu tiefes oder falsches Graben gefährdet die Statik der späteren Gründung und ungesicherte Grubenränder können einstürzen und Menschen verletzen. Fachfirmen verfügen über erfahrene Maschinenführer, die genau wissen, wie man in der richtigen Reihenfolge aushebt und für Stabilität sorgt. Sie kennen auch die Sicherheitsvorschriften (z. B. Böschungswinkel einhalten, Gruben absichern) und verfügen über die nötige Versicherung für eventuelle Schäden.
Ähnlich verhält es sich mit der Verdichtung: Hier sind Gerät und Know-how entscheidend, damit der Baugrund tragfähig ist. Ein Plateau mit einer Rüttelplatte abzurütteln, bis der Untergrund wirklich überall gleichmäßig verdichtet ist, verlangt Erfahrung. Laien übersehen leicht weiche Stellen, was später zu Setzungen führen kann.
Fazit: Als Privatperson kann und darf man einige vorbereitende Erdarbeiten selbst ausführen, wodurch den Unternehmen etwas Zeit gespart wird. Für größere Erdarbeiten wie Aushub und Planierung ist es jedoch ratsam, Profis zu beauftragen. Diese bringen nicht nur Maschinen, sondern auch Fachwissen mit, sodass die Arbeiten schneller, sicherer und oft letztlich auch kostengünstiger erledigt werden können (wegen geringerer Fehlerquote). Wenn Sie dennoch selbst Hand anlegen möchten, ziehen Sie gegebenenfalls einen befreundeten Fachmann zu Rate oder beschränken Sie sich auf Hilfsarbeiten unter Anleitung. Die eigene Gesundheit und eine gute Bauqualität sind wichtiger. Schwere Erdarbeiten in professionelle Hände zu geben, ist meist die bessere Entscheidung.